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Zu sehen sind Werke aus dem im letzten Jahr entstandenen Zyklus “Imperium Karnaval”. Die Schau zeigt Bilder, die der analytischen Linie des Deutschfranzosen folgen: “Seit Jahren ist die menschliche Figur das Hauptmotiv meiner Arbeit."
Der 34jährige ritzt seine Bilder in auf Holzpanelen aufgetragene Acrylfarbe. Dadurch erhalten diese eine Vielschichtigkeit, die den Malprozesses sichtbar werden lässt. Darauf kommt es ihm besonders an, versteht Guillais seine Bilder doch als Etappe in einem kontinuierlichen Prozess:
“Das Motiv ist Anfang und Anlass für ein Bild, nicht umgekehrt”, erklärt Guillais. “Mir kommt es jedoch darauf an, den Eindruck zu verhindern, dass es eine abschließende und alleingültige Verarbeitung dieses Motivs gebe; Als wären Vorentwürfe und Skizzen minderwertige Vorstufen eines fertigen Bildes, das am Ende steht. Alles ist gleichberechtigter Teil der Entwicklung der Frage: Was ist Malerei? Was ist ein Bild?”
Nach Ausstellungen in Frankreich, Italien, Spanien ist dies Stephan Guillais zweiter Auftritt in Deutschland.

Fotografie Alicia
